Lindwurmstraße 127

Bis zu ihrem völligen Erlöschen war die Verwaltung der jüdischen Kultusgemeinde ab November 1938 in einer stillgelegten Fabrik im Rückgebäude der Lindwurmstraße 127 untergebracht. Das Gebäude war ursprünglich von Albert Einsteins Onkel errichtet und von wechselnden Eigentümern weiterbetrieben und erweitert worden. In dem ehemaligen Maschinensaal wurde ein Betsaal für die im Juni 1938 abgegbrochene Hauptsynagoge eingerichtet. »Dieser Betraum blieb der Kern der Gemeinde bis zu ihrem Untergang« (Gemeindevorsitzender Neumeyer). Wenige Juden konnten in dem ausgebombten Gebäude versteckt bis zur Befreiung überleben.

Das Gebäude wird heute von der Münchner Volkshochschule genutzt, die in den 1990er-Jahren eine Geschichtswerkstatt zur gesamten Geschichte des Hauses organisierte. Die Ergebnisse sind seither als Dauerausstellung in dem Gebäude zu sehen. An der Lindwurmstraße erinnert eine Gedenkstele an die Vergangenheit des Ortes.

Quelle: Stefan Jakob Wimmer, Jüdisches Leben in München - Ein Stadtrundgang

 

Kurzbeschreibung: 
Bis zu ihrem völligen Erlöschen war die Verwaltung der jüdischen Kultusgemeinde ab November 1938 in einer stillgelegten Fabrik im Rückgebäude der Lindwurmstraße 127 untergebracht. Das Gebäude war ursprünglich von Albert Einsteins Onkel errichtet und von wechselnden Eigentümern weiterbetrieben und erweitert worden. In dem ehemaligen Maschinensaal wurde ein Betsaal für die im Juni 1938 abgegbrochene Hauptsynagoge eingerichtet
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  • 48.127318°, 11.553993°
Adresse
Strasse: 
Lindwurmstraße 127
PLZ: 
80337
Ort: 
München