Ludwig I.

Wittelsbacherplatz

Die verpasste Klenze-Chance

Vom Schloss in die Stadt - auf diesem Weg kam seit dem 12. Mai 1799 wieder protestantisches Leben in die bayerische Landeshauptstadt: Die neue Kurfürstin und spätere Königin Caroline (1776 - 1841) hatte aus Baden ihren evangelischen Glauben mitgebracht - und den Kabinettsprediger Ludwig Friedrich Schmidt (1764 - 1857). Der hielt am 2. Sonntag nach Trinitatis im »Grünen Saal« von Schloss Nymphenburg den ersten evangelischen Gottesdienst in München seit der Reformationszeit.

48.143777°, 11.576242°

Salvatorkirche

Protestanten, Griechen und bayerische Könige

Sie war ein Geschenk des Königs, die Salvatorkirche, doch Münchens Protestanten war sie zu klein und zu schäbig.

48.141700°, 11.574834°

Allerheiligen-Hofkirche

Sie war die erste katholische Kirche, die nach der Säkularisation nicht nur in München, sondern in ganz Bayern gebaut wurde: die Allerheiligen-Hofkirche in der Münchner Residenz. König Ludwig I. (1786 - 1868) ließ die Kirche nach Plänen des Architekten Leo von Klenze (1784 - 1864) zwischen 1826 und 1837 errichten.Der kunstbegeisterte Thronfolger hatte 1823 Palermo besucht. Nach dem Besuch der Christmette in der arabisch-normannisch-byzantinischen Palastkapelle (Cappella Palatina) soll er tief beeindruckt ausgerufen haben: "Solch eine Schlosskapelle will ich haben!"

48.140556°, 11.579722°

Métivier-Synagoge Westenriederstraße

Eine »sprechende Leerstelle« im Stadtbild ist eng mit der Geschichte der Juden in München verbunden: Auf dem Grundstück der Westenriederstraße 10-12 stand einst die erste neu erbaute Synagoge der 1815 gegründeten Israelitischen Kultusgemeinde in München. Voraussetzung für ihren Bau war die seit 1801 schrittweise vollzogene Gleichstellung der Konfessionen in Bayern. Das sogenannte »Judenedikt« vom 10.

48.134978°, 11.578015°

Theresienwiese

48.132041°, 11.549592°

Matthäuskirche (1833 - 1938)

Sie hätten eine Klenze-Kirche am Odeonsplatz haben können. Doch der Platz war Münchens Protestanten zu laut und die Pläne des klassizistischen Star-Architekten zu teuer. So wurde am 25. August 1833 mitten in der Sonnenstraße ein Kompromissbau eingeweiht. Im Juni 1938 100 ließ Hitler ihn abreißen - aus vorgeschobenen »verkehrstechnischen Gründen«: der schwierige Anfang und das schnelle Ende der ersten Münchner St. Matthäuskirche. Über die Stelle, an der sie stand, tobt heute der Verkehr. Nach dem Krieg wurde am Sendlinger-Tor-Platz eine neue Matthäuskirche gebaut.

48.137655°, 11.564999°
Inhalt abgleichen