Synagoge

Alte Synagoge Ohel Jakob (Herzog-Rudolf-Straße 1)

Die Alte Synagoge Ohel Jakob (hebr.: אהל יעקב, Zelt Jakobs) war die Synagoge des orthodoxen Teils der Israelitischen Kultusgemeinde in München. Sie stand in der Herzog-Rudolf-Straße (früher Kanalstraße 29). Bei den Novemberpogromen 1938 wurde sie von den Nationalsozialisten in Brand gesetzt.

48.138948°, 11.583319°

Mariä Himmelfahrt (Salmdorf)

Die ehemalige Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Salmdorf bei Riem (Ende des 15. Jahrhunderts erbaut) birgt in ihrem Inneren eine bemerkenswerte gotische Pietà. Die Mitte des 14. Jahrhunderts entstandene Figurengruppe mit der trauernden Mutter Maria, die den vom Kreuz abgenommenen Leichnam ihres Sohnes Jesu in den Armen hält, befand sich Jahrhunderte lang in der Münchner »Gruftkirche«, einem Umbau aus Münchens erster Synagoge.

 

Katholische Kirche Mariä Himmelfahrt
Johann-Karg-Straße 10
Salmdorf
85540 Haar

48.130289°, 11.716579°

Marienhof (Judengasse)

Schon bald nach der Stadtgründung (1158) gab es in München auch jüdisches Leben. Eine Urkunde aus Regensburg erwähnt im Jahr 1229 einen »Abraham de Municha«: Von diesem »Abraham aus München« ist sonst nichts weiter bekannt, doch er ist der erste namentlich bekannte Jude Münchens.

48.138557°, 11.575813°

Alte Hauptsynagoge

Métivier-Synagoge Westenriederstraße

Eine »sprechende Leerstelle« im Stadtbild ist eng mit der Geschichte der Juden in München verbunden: Auf dem Grundstück der Westenriederstraße 10-12 stand einst die erste neu erbaute Synagoge der 1815 gegründeten Israelitischen Kultusgemeinde in München. Voraussetzung für ihren Bau war die seit 1801 schrittweise vollzogene Gleichstellung der Konfessionen in Bayern. Das sogenannte »Judenedikt« vom 10.

48.134978°, 11.578015°

Lindwurmstraße 127

Bis zu ihrem völligen Erlöschen war die Verwaltung der jüdischen Kultusgemeinde ab November 1938 in einer stillgelegten Fabrik im Rückgebäude der Lindwurmstraße 127 untergebracht. Das Gebäude war ursprünglich von Albert Einsteins Onkel errichtet und von wechselnden Eigentümern weiterbetrieben und erweitert worden. In dem ehemaligen Maschinensaal wurde ein Betsaal für die im Juni 1938 abgegbrochene Hauptsynagoge eingerichtet. »Dieser Betraum blieb der Kern der Gemeinde bis zu ihrem Untergang« (Gemeindevorsitzender Neumeyer).

48.127318°, 11.553993°
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